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Fraud Risk in Emerging Markets

Neue Ernst & Young Studie zu Betrug in Schwellenländern: Unternehmen sind sich des Risikos bewusst, verabsäumen aber wirkungsvolle Maßnahmen

Obwohl drei Viertel aller Unternehmensdelikte in entwickelten Märkten verübt werden, schätzen die Führungskräfte das Betrugsrisiko in Schwellenländern als deutlich höher ein: Insgesamt war jedes fünfte der befragten Unternehmen während der letzten zwei Jahre Opfer von Betrug und trotzdem ergreifen immer noch zahlreiche Unternehmen keine oder zu geringe Maßnahmen zur Betrugsbekämpfung

Mehr als die Hälfte (60 Prozent) der befragten Führungskräfte aus entwickelten Ländern hält Betrug in Schwellenländern für wahrscheinlicher als in entwickelten Ländern. Noch deutlicher liegt die Einschätzung bei Vertretern aus den Schwellenländern: Fast neun von zehn (89 Prozent) der Befragten rechnen hier mit Betrug, wobei fast die Hälfte (48 Prozent) Bestechung und Korruption als das größte Risiko bezeichnet, so die Ergebnisse der neuen Studie "Fraud Risk in Emerging Markets" von Ernst & Young.

Etwa 20 Prozent der Befragten gaben an, in den letzten beiden Jahren Schaden durch wesentlichen Betrug erlitten zu haben. Davon waren aber 75 Prozent im Heimatland betroffen und nur 32 Prozent in Schwellenländern. Diese Diskrepanz zwischen Einschätzung und Realität lässt vermuten, dass die in entwickelten Ländern ergriffenen Maßnahmen gegen Wirtschaftskriminalität noch nicht in den Schwellenländern umgesetzt wurden und deshalb viele Betrugsfälle in diesen Ländern gar nicht aufgedeckt werden.

"Wer als Unternehmer das Betrugsrisiko im Betrieb nachhaltig minimieren möchte, muss sowohl im Heimatland als auch in den neuen Märkten wirksame und zuverlässige Interne Kontrollen implementieren und durch einen für alle geltenden Verhaltenskodex und ein regelmäßiges Monitoring ergänzen. Ohne diese drei Maßnahmen bestehen weiterhin Lücken in der Prävention und damit nur ein begrenzter Schutz",erklärt Mag. Gerhard Donner, Leiter der Serviceline Fraud Investigation & Dispute Services bei Ernst & Young Österreich.

Fehlende Maßnahmen gegen Betrug in Unternehmen

Obwohl ein Großteil der Führungskräfte das Betrugsrisiko in Schwellenländern sehr hoch einschätzt, ergreifen viele von ihnen keine Maßnahmen zur Risikominimierung. Fast 90 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass die Internen Kontrollen in ihren Unternehmen ausreichen, um betrügerische Handlungen aufzudecken. Deren Umsetzung und Wirksamkeit kann in ausländischen und insbesondere neuen Niederlassung allerdings deutlich hinterherhinken.

Häufig mangelt es auch an der ausreichenden Integration des Kontrollsystems. Mehr als 40 Prozent der befragten Unternehmen verfügen noch immer über keine dokumentierten Vorschriften gegen Betrug. Und selbst von jenen Unternehmen, die bereits eine formale Anti-Fraud-Policy haben, hält lediglich ein Viertel Schulungen ab, um das Verständnis der Mitarbeiter zu fördern und die Umsetzung der Maßnahmen voranzutreiben. Viele Unternehmen verabsäumen bislang auch, ihre Vorschriften und Maßnahmen zur Betrugsbekämpfung nach außen zu kommunizieren. Weniger als die Hälfte der Befragten gab an, ihre Kunden und Lieferanten entsprechend zu informieren, bei Joint Ventures und anderen Geschäftspartnern liegt der Anteil noch deutlich darunter.

Betrugsrisiken vor Markteintritt abschätzen
Trotz der hohen Risikoeinschätzung von Schwellenländern machen sich 27 Prozent der Führungskräfte keine Gedanken über Maßnahmen gegen Betrug, wenn sie in einen neuen Markt eintreten, wobei der Anteil jener Unternehmen, die über kein formales Anti-Betrugsprogramm verfügen, fast doppelt so hoch ist.

Allerdings gab immerhin jedes fünfte Unternehmen an, aufgrund seiner Einschätzung des Betrugsrisikos von einer Investition in einem Schwellenland Abstand genommen zu haben. Auch hier handelt es sich zum überwiegenden Teil um solche Unternehmen, die bereits ein globales Programm zur Betrugsbekämpfung implementiert haben.

"Unternehmen müssen, wenn sie in einen neuen Markt investieren, auch die Betrugsrisiken bewerten, sonst können böse Überraschungen warten. Eine Fraud Due Dilligence sollte Bestandteil jedes größeren Engagements sein, egal ob es sich um eine Unternehmensübernahme, ein Joint Venture oder auch die Absicht, selbst ein neues Unternehmen aufzubauen, handelt. Dabei sind die lokalen gesetzlichen Bestimmungen ebenso zu berücksichtigen wie kulturelle Unterschiede. Nur so kann eine Investitionsentscheidung letztendlich betriebswirtschaftlich abgesichert erfolgen", so der Ernst & Young-Experte Donner.

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