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Fast 3 Prozent Umsatzplus am Deutschen Heimtiermarkt 2014

Die deutsche Heimtierbranche hält das hohe Umsatzniveau der Vorjahre und entwickelt sich weiterhin positiv. Mit einem Umsatzplus von 2,9 Prozent erzielte die Branche 2014 im Fach- und Lebensmitteleinzelhandel einen Gesamtumsatz von 4.023 Mio. Euro. Hinzu kamen 420 Mio. Euro über den Online-Markt.

Der Umsatz mit Heimtier-Fertignahrung im Fach- und Lebensmitteleinzelhandel übertraf das Ergebnis aus 2013 mit jetzt 3.067 Mio. Euro um 3,1 Prozent. Das Segment „Bedarfsartikel und Zubehör“ erzielte mit 956 Mio. Euro ein Umsatzplus von 2,2 Prozent.

Hundefuttermarkt übertrifft erneut Vorjahresergebnis – Segment „Snacks“ weiterhin Klassenprimus

Auch im Jahr 2014 wuchs der Markt für Hundefutter weiter und behauptete sich mit einem Umsatz von 1.265 Mio. Euro im stationären Handel – ein Umsatzplus von 5,1 Prozent.

Dabei erzielte das Segment „Snacks“ das beste Ergebnis: Mit einem Wachstum von 5,8 Prozent übertraf die Sparte wieder das gute Vorjahresergebnis mit jetzt 453 Mio. Euro und bleibt somit am Hundefuttermarkt weiterhin Klassenbester.

Der Bereich „Feuchtfutter“ verzeichnete eine Umsatzsteigerung von 5,4 Prozent auf 390 Mio. Euro.

Das Segment „Trockenfutter“ ließ den leichten Rückgang von 2013 hinter sich und verbesserte sich um 3,9 Prozent auf 422 Mio. Euro.

„In den diesjährigen Zahlen spiegelt sich nicht zuletzt die anhaltende Nachfrage nach Snacks mit funktionalem Zusatznutzen sowie nach Belohnungsartikeln wider“, so Georg Müller, Vorsitzender des Industrieverbands Heimtierbedarf (IVH) e.V.

„Gleichzeitig freut es uns ganz besonders, dass sich nach nur mäßigem Wachstum bzw. sogar einem leichten Umsatzrückgang im Vorjahr auch die Bereiche Feucht- und Trockenfutter 2014 wieder deutlich positiv entwickelt haben“, so Müller weiter.

Markt für Katzenfutter im Aufwärtstrend

Der Katzenfuttermarkt verbesserte sich im Vergleich zu 2013 um 2,0 Prozent und erreichte im Fach- und Lebensmitteleinzelhandel einen Umsatz von 1.569 Mio. Euro. Wie schon in den Vorjahren war der Wachstumstreiber dabei das Segment „Snacks“ mit einem Zuwachs von 4,8 Prozent auf 238 Mio. Euro.

Während sich das Segment „Feuchtfutter“ 2014 von seinem vorübergehenden Minus erholte (1.032 Mio. Euro, plus 2,6 Prozent), blieb der Bereich „Trockenfutter“ leicht rückläufig (299 Mio. Euro, minus 2,0 Prozent), jedoch deutlich weniger rückläufig als noch im Jahr 2013.

„Der Zuwachs beim Feuchtfutter bedingt sich unserer Einschätzung nach unter anderem dadurch, dass Katzenhalter in diesem Bereich zunehmend zu Einzelportionsgrößen greifen“, hebt Norbert Holthenrich, Präsident des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe (ZZF), hervor. „Ein Trend, dem wir auch für die kommenden Jahre eine große Bedeutung beimessen.“

Kleintierfutter weiterhin drittstärkstes Futtersegment

Das Segment Kleintierfutter bleibt hinter Katzen- und Hundefutter drittstärkste Kraft bei den Futtermitteln. 2014 verzeichnete der Kleintierfutter-Bereich in den klassischen Vertriebswegen ein Umsatzwachstum von 0,8 Prozent auf 125 Mio. Euro.

Markt für Zierfischfutter wächst – Leichter Rückgang bei Ziervogelfutter

Der Markt für Zierfischfutter konnte den Aufwärtstrend von 2013 fortsetzen und erlebte 2014 im stationären Handel einen Umsatzzuwachs von 1,6 Prozent auf 62 Mio. Euro. Die Umsätze im Bereich Ziervogelfutter bleiben trotz eines leichten Rückgangs (46 Mio. Euro, minus 2,1 Prozent) weitgehend stabil.

Umsatzplus bei Bedarfsartikeln und Zubehör

Der Markt für „Bedarfsartikel und Zubehör“ legte 2014 stärker zu als im Jahr zuvor und erreichte einen Gesamtumsatz von 956 Mio. Euro (plus 2,2 Prozent). Dabei hat die Katzenstreu wie schon in den Vorjahren die Nase vorn: 2014 wuchs das Segment erneut und erreichte ein Umsatzplus von 265 Mio. Euro (plus 4,7 Prozent) im stationären Handel.

Die Bereiche Hunde- und Katzenzubehör haben sich nach Einbußen im Jahr 2013 wieder erholt: Im Bereich Hunde wurden 167 Mio. Euro (plus 3,1 Prozent) und im Bereich Katzen 181 Mio. Euro (plus 0,6 Prozent) erwirtschaftet. Der Rückgang bei Zubehör für Ziervögel hält dagegen an (39 Mio. Euro, minus 2,5 Prozent).

Bedarfsartikel für Kleintiere dagegen verzeichneten 2014 erneut einen Zuwachs (106 Mio. Euro, plus 1,0 Prozent) und auch im Bereich Zierfisch-Zubehör entwickelte sich der Umsatz weiterhin positiv (198 Mio. Euro, plus 1,5 Prozent).

„Das Umsatzplus im Bereich Streu weist auf die hohe Innovationskraft in diesem Segment hin sowie auf die Nachfrage nach ergiebigen, leicht entsorgbaren Produkten“, kommentiert ZZF-Präsident Norbert Holthenrich.

Vertriebswege: Fachhandel weiterhin stärkster Absatzweg für „Bedarfsartikel und Zubehör“

Mit einem Umsatz von 765 Mio. Euro und einem Umsatzanteil von 80 Prozent blieb der Fachhandel weiterhin der wichtigste Absatzweg für „Bedarfsartikel und Zubehör“, während sich der Lebensmitteleinzelhandel (einschließlich Drogeriemärkten und Discountern) als Hauptabsatzweg für Heimtier-Fertignahrung behauptete (Umsatz: 2.024 Mio. Euro, Umsatzanteil: 66 Prozent).

Online-Handel ist relevanter Vertriebsweg

Das Internet gewinnt auch für Heimtierprodukte zunehmend an Bedeutung. Nach Schätzungen von Experten aus Industrie und Handel betrug das Umsatzvolumen 2014 circa 420 Mio. Euro. Differenzierte, tierartenspezifische Daten zum Online-Markt sind derzeit noch nicht verfügbar.

Heimtierpopulation unverändert auf hohem Niveau

Im vergangenen Jahr lebten in Deutschland 28,5 Millionen Hunden, Katzen und Co.. Hinzu kommen zahlreiche Zierfische und Terrarientiere.

Insgesamt wurden im Jahr 2014 in 38 Prozent der Haushalte Heimtiere gehalten. Mehr als die Hälfte aller Familien mit Kindern (57 Prozent) haben ein Heimtier und 19 Prozent aller Haushalte mit Tieren besitzen mindestens zwei Heimtiere.

Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Erhebung, die IVH und ZZF bei dem Marktforschungsinstitut Skopos in Auftrag gegeben hatten. „Verlässliche Daten zur Anzahl von Heimtieren sind eine unverzichtbare Grundlage für die gesamte Branche, also Industrie und Handel gleichermaßen“, hoben Müller und Holthenrich einhellig hervor.

„Daher ist es uns ein großes Anliegen, bei der Erhebung entsprechender Daten auch in Zukunft eng zusammenzuarbeiten“, betonten die beiden Verbandsführer.

Nach wie vor: Die Katze ist das Lieblingsheimtier der Deutschen

Deutschlands Heimtier Nummer eins ist und bleibt die Katze: Im Jahr 2014 lebten 11,8 Mio. Katzen in 20 Prozent der Haushalte in Deutschland. An zweiter Stelle stehen 6,8 Mio. Hunde in 14 Prozent der Haushalte, gefolgt von 5,9 Mio. Kleintieren in 6 Prozent der Haushalte.

Die Zahl der Ziervögel belief sich im Jahr 2014 auf 4,0 Mio. in 3 Prozent der Haushalte. Zudem gab es im selben Zeitraum 2,1 Mio. Aquarien sowie 1,8 Mio. Gartenteiche mit Zierfischen in jeweils 4 Prozent der Haushalte in Deutschland. Des Weiteren wurden 0,8 Mio. Terrarien in einem Prozent der Haushalte ermittelt.

Die Erhebung ergab, dass 11 Prozent der Haushalte sogar mehr als eine Heimtierart halten. Darüber hinaus planen 1,6 Millionen Haushalte ganz konkret, sich ebenfalls Heimtiere anzuschaffen, vor allem Hunde und Katzen.

Mehr Heimtiere in Zweipersonenhaushalten

2014 zeichnete sich eine Entwicklung hin zur Heimtierhaltung in Zweipersonenhaushalten ab (36 Prozent im Gegensatz zu 31 Prozent im Jahr 2013). 27 Prozent der Heimtiere lebten in Einpersonenhaushalten sowie 37 Prozent in Haushalten mit drei Personen oder mehr.

Das Umsatzplus des Heimtiermarktes sowie die konstante Zahl der Heimtiere in Deutschland zeigen deutlich, dass die Liebe zu den tierischen Begleitern hierzulande weiterhin ungebrochen ist.


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