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Lage der Tierheime weiterhin angespannt

Forum Heimtier fordert in Berlin schnelle Hilfe und Umsetzung des Koaltionsvertrages

Klare und bundesweit einheitliche Finanzierungsregelungen für Tierheime, tierschutzgerechte Maßnahmen gegen die unkontrollierte Vermehrung von Freigänger-Katzen, schärfere Kontrollen gegen illegalen Welpenhandel: Dies sind nur einige Forderungen an die Politik, die das Forum Heimtier auf Basis vorliegender Studienergebnisse in seiner Sitzung in den Räumen des Deutschen Bundestags präsentiert hat.

Ziel ist, die prekäre Situation der Tierheime in Deutschland zu verbessern – nicht zuletzt, indem mehr Tiere an private Halter vermittelt werden können.

Die rund 500 an den Deutschen Tierschutzbund angeschlossenen Tierheime brauchen dringend Hilfe: „Viele Tierheime stehen am Rande ihrer Möglichkeiten, wenn plötzlich eine große Zahl von Tieren aufgenommen wird oder die Zwinger saniert werden müssen“, sagte Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, bei der Sitzung des Forum Heimtier in Berlin.

„Geld von den Städten und Gemeinden gibt es kaum – dabei werden acht von zehn Tieren im öffentlichen Auftrag versorgt, beispielsweise Fundtiere und beschlagnahmte Tiere. Aber die Behörden decken gerade ein Viertel der anfallenden Kosten.“ Die Folge: Die Tierheime sind in ihrer Existenz akut gefährdet.

Das Forum Heimtier, ein Zusammenschluss aus Politikern, Wissenschaftlern und Interessenverbänden, fordert von der Bundesregierung, die Zusage aus dem Koalitionsvertrag schnellstmöglich umzusetzen. „Wir haben im Koalitionsvertrag festgeschrieben, dass wir die Initiative ergreifen, um das Problem überfüllter Tierheime anzugehen“, sagte Christina Jantz, tierschutzpolitische Sprecherin der SPD und Schirmherrin des Forum Heimtier.

„Deshalb müssen wir jetzt alle Beteiligten schnellstmöglich an einen Tisch holen.“ Einer der dringendsten Punkte sei die Schaffung einer bundesweit einheitlichen Regelung für die Erstattung der Kosten für Fundtiere.

Tino Sorge, CDU-Bundestagsabgeordneter und ebenfalls Schirmherr des Forums, ergänzte: „Die Tierheime in Deutschland brauchen finanzielle und rechtliche Planungssicherheit, damit endlich mehr Tiere in private Haushalte vermittelt werden können.“

Die Vorschläge der großen Tierschutzverbände liegen seit Jahren auf dem Tisch. Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, fasste die Forderungen an die Politik zusammen, die das Überleben der deutschen Tierheime sichern sollen: „Wir brauchen verlässliche und einheitliche Rahmenbedingungen, was die Finanzierung der Tierheime angeht.

Die Kommunen geben ihre Pflichtaufgaben an Tierschutzvereine ab, ohne die dafür nötige, kostendeckende Erstattung an die Vereine zu geben. Das muss ein Ende haben“, sagte Schröder.

Des Weiteren sei eine bundesweite Katzenschutzverordnung mit einer Kastrationspflicht für Freigänger-Katzen nötig, um eine unkontrollierte Vermehrung zu verhindern. Zudem müsse es schärfere Kontrollen und härtere Strafen gegen illegalen Welpenhandel geben – denn die Versorgung eines Tiertransportes mit kranken Jungtieren könne ein Tierheim auf einen Schlag 150.000 Euro kosten und bedeute immenses Tierleid.


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