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Verantwortung für Heimtiertransporte liegt bei Transporteuren und Versendern

Unter dem Motto „Von Kontinent zu Kontinent und von Ort zu Ort: Heimtiertransporte – immer schnell und tierschutzgerecht!?“ stand das 20. Symposium vom Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF), das vom 7. bis 8. November 2015 in Kassel stattfand.

Rund 90 Tierärzte, Zoofachhändler und andere Branchenbeteiligte begrüßte ZZF-Präsident Norbert Holthenrich zu der Tagung, die der ZZF gemeinsam mit dem Arbeitskreis 8 der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz (TVT) und dem Bundesverband der beamteten Tierärzte (BbT) veranstaltete.



Die Referenten aus Tierärzten und Zoofachhandel referierten darüber, wie Heimtiere tierschutzgerecht reisen
In einer Umfrage des Veranstalters bewerteten die Teilnehmer die Veranstaltung als sehr gut (Note: 1,5) und lobten vor allem die Organisation, die Themenauswahl, die fachlich versierten Vorträge und die Möglichkeit des Austausches zwischen Tierärzten und Vertretern der Heimtierbranche.


Es nahmen zu rund 60 Prozent  Tierärzte teil, die übrigen waren Fachleute aus dem Bereich der Heimtierbranche. Zu den Teilnehmern gehörte auch die Bundestagsabgeordnete Nicole Maisch, tierschutzpolitische Sprecherin Bündnis 90/Die Grünen.

Wie Heimtiere tierschutzgerecht reisen, darüber referierten und diskutierten Tierärzte, Großhändler und Wissenschaftler auf dem Fachsymposium.

ZZF-Forderung: Tierärztliche Kontrollen an den EU-Binnengrenzen

In seiner Begrüßung betonte Norbert Holthenrich, dass sich der ZZF seit langem für einen tierschutzgerechten Transport mit möglichst kurzen Wegen von Vögeln, Kleinsäugern und Zierfischen einsetze. Die EU müsse tierärztliche Tierschutz-Kontrollen an den Binnengrenzen einführen.



Für den Transport von Ziergeflügel hat die Ilonexs GmbH gemeinsam mit Bundes- und Landesbehörden eine spezielle Verpackung entwickelt
Die Vorsitzende der TVT AK 8, Dr. Daniela Rickert, lobte in ihrem Grußwort die konstruktive Zusammenarbeit von ZZF und TVT-AK 8 bei der Gestaltung des Symposiums in den vergangenen 20 Jahren. „Das Thema Transport betrifft uns alle. Denn kaum ein Tierhalter weiß, wie Heimtiere von A nach B kommen“, sagte Rickert.


Zur Einführung erläuterte der praktische Tierarzt und Experte für Tiertransporte Dr. Alexander Rabitsch anatomische und physiologische Hintergründe der Faktoren Schmerzen, Leiden und Schäden.

In der Transportverordnung sei festgelegt, dass die Tiere auf ihrer Reise Zugang zu Trinkwasser, ausreichend Platz und eine Versorgung mit Sauerstoff benötigen.

„Die Vorschriften sind in erster Linie auf Nutztiere zugeschnitten und könnten für Heimtiere noch wesentlich feiner geregelt werden“, sagte er. Anke Beuch-Ahrend, ebenfalls praktische Tierärztin, berichtete aus der Praxis über geeignete Transportbehältnisse und das richtige Handling der Tiere beim Versand und am Zielort.

„Transporteure müssen das Wohlbefinden der Tiere regelmäßig kontrollieren und auf eine stressarme Fahrweise achten“, betonte sie.

Um rechtliche Vorschriften ging es in dem Vortrag von Dr. Sabine Wenthe. Die Amtstierärztin im Landkreis Rothenburg informierte über nationale und EU-Vorschriften für den Heimtiertransport in Behältnissen auf der Straße.

Sie betonte, dass Transportunternehmer die gleichen Pflichten wie die Versender hätten. Beim Transport von Geflügel müssten neben tierschutzrechtlichen auch tierseuchenrechtliche Bestimmungen beachtet werden.

Die amtliche Tierärztin Dr. Anette Wachhaus-Chilcott gab einen Einblick in die Abläufe der Tierärztlichen Grenzkontrollstelle Hessen am Flughafen Frankfurt.

Im vergangenen Jahr kamen 89 Millionen Tiere in die EU, 62 Millionen davon waren Zierfische. „Ohne gültige Papiere müssen wir Tieren die Einreise verweigern.“

Heimtiertransporte sind ein emotionales Thema

Heimtiertransporte mit dem Flugzeug waren das Thema von Jörg Bodenröder, Director Handling Special Products bei der Lufthansa Cargo AG. Er betonte, dass Tiertransporte ein äußerst emotionales Thema seien. Eine „proaktive Kommunikation“ ist wichtig, da die Öffentlichkeit äußerst sensibel auf negative Vorfälle reagiere und die logistischen Abläufe überaus komplex seien.

Wie die gewerbliche Tierbeförderung auf der Straße abläuft, erläuterte anschließend Carlos da Mota, Geschäftsführer Ilonexs GmbH & Co KG aus Bad Hersfeld.

Um einen tierschutzgerechten Transport von Ziergeflügel zu gewährleisten, hat er gemeinsam mit den zuständigen Behörden auf Bundes- und Landesebene sowie mit der örtlichen Veterinärbehörde eine spezielle Verpackung entwickelt.

Am zweiten Veranstaltungstag berichteten die Branchenexperten Jürgen Hoch, Dr. Markus Biffar und Heike Mundt über ihre Erfahrungen mit Tiertransporten in den Bereichen Heimtiergroßhandel, Zierfischgroßhandel und Zoofacheinzelhandel.

Jürgen Hoch, Import-Export Peter Hoch GmbH, erörterte in seinem Vortrag die Voraussetzungen für einen sicheren und schnellen Transport von Reptilien. „Bei richtiger Verpackung ist ein stressfreier und artgerechter Transport gewährleistet“, sagte der Reptilien-Experte.

Dr. Markus Biffar, Tierarzt beim Zierfischgroßhandel Aquarium Glaser, erläuterte, dass der Transport für Zierfische dank der guten chemischen und physikalischen Bedingungen im Polyethylen-Beutel unproblematisch sei.

Heike Mundt, Papageienpark Bochum, referierte über den Transport von Ziervögeln im Zoofachhandel.  „Wir verkaufen ausschließlich futterfeste und gut sozialisierte Vögel, die alt genug sind.“

Die Papageien-Expertin veranschaulichte den Teilnehmern, welche Voraussetzungen eine Transportbox erfüllen muss. Wichtig für den sicheren Transport sei auch die Aufklärung des Kunden, die der Zoofachhandel leiste. Ein Problem stelle hingegen der Börsen- und Internethandel dar, weil es hier keine Kontrollen gebe.

In der anschließenden Podiumsdiskussion  mit allen Referenten und Teilnehmern ging es um die Verantwortung von Versendern und Logistikunternehmen für einen sicheren und tierschutzgerechten Transport und die entsprechenden Rechtsnormen.

„Zoofachhandel und Tierärzte müssen gemeinsam praktikable Lösungen finden und enger zusammenarbeiten“, sagte ZZF-Präsident Norbert Holthenrich.

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