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Klaus Oechsner ist weiter ZZF-Präsident


Der ZZF-Vorstand mit den beiden Geschäftsführern: vlnr Richard Wildeus, Rolf-Dieter Gmeiner, Rainer Purwins, Klaus Oechsner, Hans-Jochen Büngener, Norbert Holthenrich, Sabine Gebhardt
Die Delegierten des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF) brachten am 16. Mai 2009 ihr Vertrauen zu Klaus Oechsner zum Ausdruck, indem sie ihn mit 28 von 34 Stimmen wieder zum Präsidenten ihres Verbandes wählten.

Die bisherigen Mitglieder des Geschäftsführenden Präsidiums wurden ebenfalls in ihrem Amt bestätigt. Der ZZF-Vorstand setzt sich demnach zusammen aus dem Präsidenten Klaus Oechsner, den Vize-Präsidenten Hans-Jochen Büngener, Sabine Gebhardt, Rainer Purwins und dem Schatzmeister Norbert Holthenrich.

Im Vorfeld der ruhig und zügig verlaufenen Wahl wurde die ZZF-Veranstaltung mit der Demonstration einer örtlichen Tierrechtsorganisation konfrontiert. Vor dem Haupteingang des außerhalb von Regensburg gelegenen Tagungshotels riefen rund zehn Aktivisten zum Boykott gegen den Tierhandel auf, wobei sie ihre Parolen von mitgebrachten Blättern ablasen.

Klaus Oechsner rief Branche zur Geschlossenheit auf

Klaus Oechsner mahnte anschließend in seiner Wahlrede die Heimtierbranche, auch angesichts solcher und anderer Gruppierungen, die die Heimtierhaltung und den Zoofachhandel grundsätzlich ablehnen, zusammenzuhalten: „Wir lassen nicht zu, dass unsere Bemühungen um eine artgerechte Heimtierhaltung von Organisationen, die sehr zweifelhafte Ziele verfolgen, diskreditiert werden.“

Er mache sich ernste Sorgen um die Zukunft der Heimtierhaltung: „Denken wir an die aktuelle Diskussionen zur Verhinderung der Faunenverfälschung oder an echte oder vermeintliche tierseuchenrechtliche Faktoren, die als Vorwand genommen werden, Heimtierhaltung einzuschränken, wenn nicht sogar abzuschaffen.“

Oechsner mahnte an, dass die European Pet Organization (EPO) für ihre Arbeit eine größere und breitere Unterstützung benötige, auch von Seiten der Industrie.

Der ZZF sei seinen Pflichten für eine erfolgreiche Interessenvertretung bei Behörden und Ministerien nachgekommen, er habe die Werbetrommel für die Heimtierbranche gerührt und in der Bundeshauptstadt Berlin eine auf das gesamte Bundesgebiet abstrahlende Werbung pro Heimtier betrieben.

Erfreulicherweise nehme das Verständnis für die Notwendigkeit der Verbandsarbeit auch bei Franchise-Unternehmen wie beispielsweise Futterhaus zu und er sei zuversichtlich, weitere Unterstützung zu erhalten.

Für die kommenden zwei Jahre sehe Klaus Oechsner daher seine Aufgabe in einer offensiven auf die Menschen und ihre Bedürfnisse eingehenden Gesprächsführung.

„Als ZZF-Präsident werde ich mich mit all meiner Kraft und meinem Wissen für die Branche engagieren und werde mich insbesondere angesichts des kommenden Jubiläumsjahres der Heidelberger Beschlüsse für eine noch größere Akzeptanz unserer Selbstbeschränkungen einsetzen.“ Seine weiteren Ziele seien die Kontaktpflege mit Tierschutzverbänden und die Weiterentwicklung des Berufsbildes „Kauffrau/-mann im Einzelhandel - Fachrichtung zoologischer Bedarf“.

In diesem Zusammenhang will Oechsner sich auch für die Fertigstellung der Aus- und Weiterbildungsordner für den Zoofachhandel einsetzen. Darüber hinaus hält er die Entwicklung von Haltungsanleitungen für Heimtiere für sinnvoll, die Tierhalter über eine tierschutzgerechte Pflege ihrer Heimtiere aufklären. Abschließend rief er dazu auf, die Präsidenten-Hotline verstärkt zu nutzen.

Beschlüsse der Delegiertenversammlung

Auf der Tagung stimmten die Delegierten unter anderem für einen Antrag des Landesverbandes Niedersachsen/Bremen: Danach soll eine Liste der wichtigsten Tierbörsen in Deutschland erstellt werden.

Eine zweite Liste soll einen Überblick über die Fachleute bieten, die die zuständigen Behörden bei der Überwachung von Tierbörsen unterstützen können. Mit dieser Liste sei die bereits gängige Praxis, dass ZZF-Vetreter einige Veterinärbehörden bei der Überwachung von Tierbörsen unterstützen, leichter zu organisieren.

Angenommen wurde ebenfalls der Antrag des Landesverbandes Schleswig-Holstein/Hamburg, nach welchem das Geschäftsführende Präsidium prüfen möge, inwiefern der ZZF dem Preisdumping beim Verkauf von Tieren entgegen arbeiten könne, indem er regelmäßig einen Preisspiegel über die wichtigsten Heimtiere erstellt.

Die Delegierten stimmten auch dem Antrag des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen zu, nach welchem die Seminarangebote des ZZF in Bezug auf Ort und Termin auf die Möglichkeiten zur Teilnahme seitens des kleineren Zoofachhändlers ausgerichtet werden sollen.

Die nächste Delegiertenversammlung des ZZF findet im Juni 2010 in Heidelberg statt. Im Rahmen dieser Tagung will der Verband das 20jährige Jubiläum der Heidelberger Beschlüsse für den Tierschutz im Zoofachhandel feiern.

 

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