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Bund und Stadt Wien gemeinsam gegen den illegalen Welpenhandel

Aufklärungsarbeit und Bewusstseinsbildung für informierte Entscheidungen statt Spontankäufe

Im Kampf gegen den illegalen Welpenhandel und dem damit verbundenen Tierleid schmieden die Stadt Wien und der Bund nun eine Allianz. Tierschutzministerin Sabine Oberhauser und Wiens Tierschutzstadträtin Ulli Sima machen sich gemeinsam gegen die illegalen Machenschaften der Welpenmafia stark.



Tierschutzministerin Sabine Oberhauser und Wiens Tierschutzstadträtin Ulli Sima
In Europa gibt es ca. 120 Millionen Hunde und Katzen. Viele Menschen wünschen sich als treuen Begleiter ein Haustier, wie z. B. einen Hund. Der Kauf eines Hundes sollte aber niemals unüberlegt geschehen, denn mit einem Hund erwirbt man einen treuen Freund und ein Familienmitglied für viele Jahre.


"Es ist mir ein besonderes Anliegen, Konsumentinnen und Konsumenten vor skrupellosen Geschäftemachern zu warnen, die aus dubiosen Quellen stammende Hundewelpen in großem Stil illegal und ohne jegliche tierärztliche Kontrolle im Kofferraum ihres Autos nach Österreich bringen, um sie hier gewinnbringend zu verkaufen.

Viele dieser armen Hunde sind zu jung, ungeimpft und daher auch kränklich, wodurch das Leid des Tieres und seines neuen Besitzers bzw. der neuen Besitzerin vorprogrammiert ist", erklärt Tierschutzministerin Oberhauser.

Das BMG setzt neben der Schaffung gesetzlicher Rahmenbedingungen insbesondere auf Aufklärung, Information und Öffentlichkeitsarbeit. "Die Vergangenheit hat uns gelehrt, dass die Schaffung neuer gesetzlicher Regelungen ohne intensive Diskussion und Bewusstseinsbildung wenig zur Verbesserung und zur Akzeptanz von gelebtem Tierschutz beiträgt.

Es geht also darum, darüber aufzuklären, wo ein Tier gekauft werden sollte, was es heißt, Verantwortung für ein Tier zu übernehmen und welche dramatischen Folgen der Kauf bei unseriösen VerkäuferInnen hat. Informierte Entscheidungen statt Spontankäufe, lautet die Devise", betont Oberhauser.

Um das Bewusstsein über die Problematik des illegalen Tierhandels zu schärfen, hat das BMG die Broschüre "Augen auf beim Hundekauf" und "Augen auf beim Wildtier- und Exotenkauf" produziert. Auch die Informationsbroschüre für HundehalterInnen "Hunde sicher verstehen", die in Zusammenarbeit mit dem Verein "Tierschutz macht Schule" erstellt wurde, soll das Verständnis zwischen Hund und Mensch fördern. Alle Broschüren und weiteres Informationsmaterial sind auf der Homepage des BMG, www.bmg.gv.at, veröffentlicht und können als Online-Dokument heruntergeladen oder gratis bestellt werden.

Auch die Stadt Wien hat zahlreiche Informationsmaterialen zum Thema erstellt, die unter www.wien.gv.at/umwelt/natuerlich/welpenhandel.html zur Verfügung stehen. Außerdem veranschaulicht ein neuer Kurzfilm der Tierschutzstadträtin Ulli Sima das Tierleid, das hinter dem Welpenhandel steckt, zu sehen unter http://youtu.be/FsK3k59Wdec.

Wiener Studie belegt große Erfolge im Kampf gegen illegalen Onlinehandel

Die Stadt Wien kämpft seit längerem mit vielen Verbündeten gegen den illegalen Welpenhandel. Gemeinsam mit TierschützerInnen, den VIER PFOTEN und der Wiener Polizei konnten im letzten Jahr viele illegale Machenschaften aufgedeckt werden.

Mittels Scheinkäufen wurden zahlreiche illegale Käufer angezeigt und Tiere abgenommen. "Ein zentrales Anliegen sind uns die Online-Plattformen, die ein wahrer Tummelplatz illegaler Angebote sind. Es freut mich sehr, dass wir mit bazar.at und tieranzeigen.at zwei große Player für uns gewinnen konnten - beide Plattformen lassen keine privaten Tierinserate mehr zu", freut sich Wiens Tierschutzstadträtin Ulli Sima.

Die Stadt Wien hat die Machenschaften im Internet auch mit einer großangelegten Studie begleitet, die nach einem Jahr klar aufzeigt, dass die Inserate zu Tieren generell stark abgenommen haben. So sind die Inserate in Wien zu Hunden in einem Jahr um fast 39 % zugrückgegangen - zurückzuführen auf massive Öffentlichkeitsarbeit, Scheinkäufe und daraus resultierende Anzeigen.


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