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ACNielsen: Trends 2004 im Lebensmitteleinzelhandel

Umsatzstagnation im Lebensmittelhandel exkl. Hofer und Lidl, reales Minus der Umsätze auch bei Berücksichtigung von Hofer und Lidl

2004 betrugen die Umsätze des Lebensmitteleinzelhandels (exkl. Hofer und Lidl) 11,76 Mrd.€ und stagnierten somit versus 2003. Selbst bei Einbezug der im ACNielsen Universum nicht enthaltenen und daher geschätzen Umsätze von Hofer und Lidl von fast 2,9 Mrd.€ bedeutet dies nur ein nominelles Plus von 1,4%, was inflationsbereinigt ebenfalls ein Minus ergibt.

Mag. Martin Prantl, Geschäftsführer von ACNielsen Österreich kommentiert das Jahr 2004 mit folgenden Worten: "Das vergangene Jahr startete bedingt durch Jubiläumsaktivitäten des Handel positiv, ab Mai konnten wir aber einen deutlichen Einbruch feststellen. Der kühle Sommer und die hohe Inflationsrate bremsten im restlichen Jahr die Konsumlaune deutlich. Wir beobachteten 2004 auch ein weiteres Ansteigen der Promotionaktivitäten zur Freude der Schnäppchenjäger. Fast ¼ der gesamten Umsätze im Lebensmittelhandel werden bereits über Aktionen verkauft. Zwar konnten damit einzelne Marktteilnehmer ihre Anteile wiederholt kurzfristig ausbauen, ein nachhaltiger positiver Umsatzeffekt auf die Gesamtmarktentwicklung blieb jedoch aus. Selbst unter Einbezug der geschätzten Umsätze, der immer noch expansiven Diskonter Hofer und Lidl, lag das Umsatzwachstum im Lebensmittelhandel nach Abzug der Inflation unter jenem von 2003. Auch im laufenden Jahre 2005 ist keine Trendwende in Sicht."

Die von ACNielsen seit 1964 jährlich durchgeführte Erhebung der Strukturdaten umfasst den österreichischen Lebensmitteleinzelhandel ohne Hofer und Lidl.

Zur Umsatz-Entwicklung der beiden Diskonter Hofer und Lidl liegen lediglich Schätzungen vor, welche auf der Filialexpansion basieren. Beide Hard-Diskonter entwickelten sich weiter positiver als der klassische Lebensmittelhandel (Details zur Diskonterentwicklung siehe letzter Absatz).

Strukturbereinigung: Einem Rückgang von 128 Geschäften im Lebensmittelhandel exkl. Hofer und Lidl stehen 46 Neueröffnungen von Hofer und Lidl gegenüber.

Insgesamt sank die Zahl der Lebensmittelgeschäfte exkl. Hofer und Lidl auf 5.955 und damit erstmals unter die 6.000-er Grenze. Bezieht man Hofer und Lidl mit ein, zählt man in Österreich insgesamt 6.397 Lebensmittelgeschäfte. Auch 2004 war Struktur-bereinigung angesagt: 128 Geschäfte weniger als 2003 ist die diesjährige Bilanz, betroffen davon waren die Geschäftsgrößen unter 400 qm. Parallel dazu bauten im klassischen Lebensmittelhandel Supermärkte (400 - 1.000 qm) und Verbrauchermärkte (über 1.000 qm) ihr Filialnetz weiter aus. ACNielsen zählt bei den Supermärkten ein Plus von 113 Geschäften, bei den Verbrauchermärkten wurde ein Zuwachs von 13 Standorten ermittelt. 30 neue Hoferfilialen und 16 Lidl-Märkte wurden überdies im Laufe des Jahres 2004 eröffnet. In Summe reichten die Neueröffnungen jedoch nicht aus, die Zahl der Schließungen zu kompensieren.

Handelskonzentration weiterhin steigend - Rewe baut Marktführung aus

Der Marktführer im Lebensmittelhandel heißt auch heuer wieder Rewe Austria LH (BILLA, MERKUR, MONDO/PENNY, EMMA, ohne BIPA). Wichtigster Motor für den Anteilsausbau des Marktführers war der Wechsel des Vorarlberger Unternehmens Sutterlüty von der SPAR zur REWE Gruppe in Form einer Einkaufskooperation und 24,9% Beteiligung der REWE an Sutterlütty im November 2003.

Die weitere Filialexpansion sowie die laufende Umfirmierung von Mondo auf Penny - das internationale Diskontformat der REWE - prägten weiters das Jahr 2004 beim Marktführer REWE. In Summe erreicht Rewe damit ein Umsatzplus von 0,9% zum Vorjahr mit insgesamt 1.353 Geschäften.

Spar gewinnt über starke Eigenexpansion und verringert Abstand zur Nummer 1
Die Nr. 2 am österreichischen Lebensmittelhandel wächst 2004 um 1% und verringert damit den Abstand zum Marktführer leicht. Verantwortlich dafür war 2004 vorwiegend Eigenexpansion v.a. bei Eurospar, wobei die Geschäftsanzahl mit insgesamt 1.454 aufgrund der Strukturbereinigung im Bereich der selbständigen Kaufleute sogar leicht rückläufig war

Fortlaufende Strukturbereinigung im zweistufigen und nicht filialisierten Handel trifft auch 2004 die Adeg AG

Der Marktanteilsrückgang der Adeg auf 8,7% ist v.a. auf Geschäftsschließungen im Bereich bis 400 qm Verkaufsfläche zurück zu führen. Die Anzahl der selbständigen Adeg Kaufleute verzeichnet ein Minus von 49 Geschäften gegenüber dem Vorjahr. ACNielsen rechnet im jährlichen Universum nur jene Kaufleute der Adeg AG zu, die zumindest 50% des LEH Sortiments beim Adeg Großhandel beziehen. Geschäfte, die nicht dieses Kriterium erfüllen, werden der Marktunterteilung "Übriger Lebens-mittelhandel" zugerechnet. Dies gilt besonders für die nicht gekennzeichneten ADEG-Partner (ohne ADEG-Logo).

ZEV Markant mit geringfügigem Anteilsverlust zum Vorjahr

Zur ZEV Markant-Gruppe im Lebensmitteleinzelhandel gehören folgende Handels-unternehmen: PFEIFFER/Unimarkt, WEDL, KIENNAST, HORNIG, KASTNER/BRÜCKLER (jeweils die Lebensmitteleinzelhandelsumsätze). Der Marktanteil der Gruppe liegt mit 7,0 % etwas unter dem Vorjahr. Grund dafür war auch hier der Geschäftsbereinigungsprozess, so gab es 2004 mit 1.075 Geschäften um mehr als 50 weniger als 2003. Pfeiffer/Unimarkt (inkl. KIG), die größte Gruppe innerhalb der ZEV Markant, kann seinen Marktanteil gegenüber 2003 halten, was v.a. auf einer fortgesetzten Expansion der Supermarktkette Unimarkt beruht.
Zielpunkt/Plus verzeichnet mit 3,8% Umsatzplus den größten Zuwachs Im Schatten der beiden Handelsriesen fuhr die Tengelmann-Tochter mit dem Soft-Diskonter Zielpunkt und dem Hard-Diskonter Plus einen Umsatzgewinn von 3,8% ein. Insgesamt wurde das Filialnetz um 11 Standorte auf 345 Filialen ausgebaut. Das Hard- Diskonter Konzept mit dem Ladenformat "Plus" wurde forciert, mittlerweile gibt es davon bereits 21 Filialen.

Die Diskonter Hofer und Lidl erreichen 2004 geschätzte 2,86 Mrd.€

Dies entspricht einem zum Vorjahr ausgebauten Anteil von 19,6 % im Lebensmittelhandel. Rechnet man die im ACNielsen Universum enthaltenen Diskontformate (Mondo/Penny, Zielpunkt/Plus) hinzu, liegt der Diskontanteil im Lebensmittelhandel bei 28,4%. Österreich liegt damit zwar deutlich über dem europäischen Durchschnitt von 16%, aber deutlich unter dem "Diskontland" Deutschland, dort stehen die Diskonter mittlerweile für mehr als 39% des Umsatzes im Lebensmittelhandel. Der Trend zum Diskont ist daher auch in Österreich ungebrochen. Hofer und Lidl bauten ihr Filialnetz weiter aus (30 neue Hofer- und 16 neue Lidl-Filialen), damit hält Hofer jetzt bei 330 und Lidl mittlerweile bei 102 Filialen.


Quelle: ACNielsen

31.5.2005

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