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Megazoo setzt mit Verkaufsstopp für den Palettendoktorfisch ein Zeichen für den Artenschutz

Am 29. September 2016 startet der Kinofilm „Findet Dorie“, der Nachfolgefilm von „Findet Nemo“, in den österreichischen Kinos.

Da durch den Kinofilm mit einer großen Nachfrage nach Palettendoktorfischen (=Dorie) zu rechnen ist, hat Megazoo Österreich in seinen 5 großen Zoo-Erlebnismärkten bereits vor einiger Zeit den Verkauf dieser Fischart eingestellt. Palettendoktorfische können bis dato nicht nachgezüchtet werden und könnten bald zu den gefährdeten Tierarten zählen.



Palettendoktorfisch

Durch den erfolgreichen Kinofilm „Findet Nemo“ (allein im 1. Jahr wurden 28 Millionen DVDs verkauft) vor einigen Jahren stieg die Nachfrage nach Clownfischen extrem. Nun ist dies auch bei Palettendoktorfischen zu erwarten.

„Eine verantwortungsvolle Tierhaltung sowie die Unterstützung des Artenschutzes und gefährdeter Tierarten haben für uns einen hohen Stellenwert.


Wir setzen mit dem Verzicht des Verkaufs von Palettendoktorfischen ein deutliches Zeichen zum Erhalt dieser seltenen Fischart“, so Megazoo-Geschäftsführer Thomas Ptok. „Außerdem wollen wir damit das Bewusstsein unserer Kunden für den Artenschutz weiter steigern.

Unterhaltung im Kino ist zu begrüßen, sie darf aber nicht dazu führen, dass Tierarten dadurch in ihren natürlichen Lebensräumen gefährdet werden.“

Durch Kinofilm droht Rückgang der bereits gefährdeten Bestände

„Dorie“ spielt ab Ende September die Hauptrolle in einem neuen Animationsfilm, der weltweit hohe Einspielergebnisse an Kinokassen verspricht. Da Palettendoktorfische in der Natur bereits gefährdet sind und die Bestände immer weniger werden, hat Megazoo diesen Fisch aus dem Sortiment genommen und den Import gestoppt.

Im Gegensatz zu Clownfischen, die erfolgreich gezüchtet werden konnten, ist dies bei Palettendoktoren noch nicht möglich.

Durch die gesteigerte Nachfrage wird der Fang mit unprofessionellen Methoden aber gefördert. Für die Aquariumhaltung ist „Dorie“ weniger geeignet, im Gegensatz zum nur wenige Zentimeter großen „Nemo“ kann der Palettendoktor eine Länge von 30 Zentimeter erreichen, braucht viel Platz zum Schwimmen und ist eher krankheitsanfällig.

„Wir hoffen, dass andere Unternehmen unserem Beispiel folgen“, betont Ptok. Megazoo lehnt den Verkauf von Tieren, die sich nicht für Heimtierhaltung eignen generell ab.

Kooperation von Megazoo Österreich mit SAIA

SAIA (Substainable Aquarium Industry Association) ist ein Projekt zur Förderung von Umweltschutz und Nachhaltigkeit im Zierfischhandel, die sich aus Wissenschaftlern, Hobbyaquarianern und Industrievertretern zusammensetzt.

Die konkreten Ziele sind die nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen durch umweltverträgliche Methoden des Fangs, der Pflege und des Transports unter Berücksichtigung des Tierschutzes.

Weitere wichtige Bereiche sind die Aufklärung über Tier- und Umweltschutz und über fairen Handel. „Ein umfassender Tier- und Artenschutz ist von elementarer Bedeutung, um die Zukunft des Handels mit Wildtieren sicherzustellen“, so Projektleiterin Christiane Schmidt. Megazoo Österreich hat kürzlich dem Projektträger ESAIA e.V. eine Kooperation vereinbart, um ein Zeichen  für Nachhaltigkeit im Bereich der Aquaristik zu setzen.

So wird Megazoo einige Arten von Meerwasser-Zierfischen vom Verkauf ausschließen, die  für die Heimtierhaltung nicht geeignet oder in ihrem Artbestand bedroht sind. Der Anfang wurde mit dem Verkaufsstopp der Palettendoktorfische gemacht.

Megazoo übernimmt Verantwortung im Bereich der Aquaristik

Für Megazoo ist die Nachhaltigkeit und Verantwortung im Bereich der Aquaristik von großer Bedeutung. Aus diesem Grund hat sich das Unternehmen dazu entschlossen, verschiedene Meerwasser-Fischarten, die aufgrund verschiedener Faktoren (z.B. Wassertiefe, Futter, Lebensbedingungen) nicht optimal für Aquarien geeignet sind, aus dem Sortiment zu nehmen.

„Wir haben das Ziel, vor allem Meerwasser-Nachzuchttiere anzubieten und damit die natürlichen Bestände in der Natur möglichst unangetastet zu lassen“, stellt Thomas Ptok fest.

Nachhaltig-Kennzeichnung für Aquarienfische geplant

In weiterer Folge ist geplant, eine wissenschaftliche Arbeit zu finanzieren, die eine Zählung und ein Monitoring des Palettendoktorfisches in den Herkunftsgebieten in Indonesien ermöglicht. Diese Zahlen sollen dann der IUCN Liste für bedrohte Arten zur Verfügung gestellt werden.

Außerdem sollen Nachzuchtprojekte in Indonesien unterstützt werden. Ein großes von Megazoo unterstütztes SAIA-Projekt ist die Erarbeitung einer Nachverfolgbarkeits-Kennzeichnung (Traceability Label) für Aquarienfische.

Ziel von SAIA und seinen Mitgliedern ist es, die Transparenz in der Handelskette von Meerwasser-Zierfischen zu erhöhen und sicherzustellen, dass Fischer fair entlohnt werden, sowie dass bei Fang und Transport nachhaltige Fair Trade und Best Practice-Methoden zur Anwendung kommen.


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